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Neubau Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität

Führung  Dr. Frank Simon-Ritz, Direktor der Universitätsbibliothek,
und Torsten Köppe - 5/85/G



Architekt:                meck architekten, München
Bauüberwachung: Torsten Köppe (5/85/G) von gildehaus.reich architekten, Weimar

Die Bauhaus-Universität verfügt seit 2005 auf dem Gelände der ehemaligen Limona-Brauerei zwischen Frauenplan, Steubenstraße und Schützengasse über einen Bibliotheksneubau mit ca. 5.000 qm Hauptnutzfläche. Im neuen Bibliotheksgebäude ist zugleich der zentrale Hörsaal (Audimax) der Universität untergebracht.
Der Neubau fügt sich als "Passstück" in die umgebende Bebauung zum Frauenplan ein. Öffentliche Fußwege, Platz- und Hofräume verknüpfen den neuen Ort mit dem Stadtraum. Die Bibliothek lehnt sich in ihrer Gestaltung an das Bild eines Bücherregals an, in das über die Geschosse die Regalreihen eingestellt sind wie die Bücher in Regalböden.
Die Fassadengestaltung ist eine zeitgemäße Reminiszenz an die mit Putz überzogenen Fachwerkbauten Weimars. Die lebendige Struktur der monolithischen Betonhülle wurde durch Nachbearbeitung der Oberfläche mittels Schleifen, Spachteln und dunkelgrauem Lasuranstrich erhalten.
Im Inneren ist die Bibliothek ganz mit Eichenholz ausgeschlagen in Analogie zum Bild der "hölzernen Bibliothek" der Herzogin Anna Amalia. Zahlreiche Blickbezüge steigern das Erlebnis räumlicher Komplexität bei selbstverständlicher Orientierung.

Der Bibliotheksneubau erhielt den Thüringer Staatspreis für Architektur und Städtebau 2006.